Jahresspendenaktion 2019
„Kinderglück“-Spendenaktion für Gewalt- und Suchpräventionsprojekte in Rheinland-Pfalz

Prävention für Kinder und Jugendliche hat viele Aspekte. „Wir müssen unsere Kinder stark machen, damit sie gegen viele negative Einflüsse von außen gewappnet sind“, sagt Magnus Schneider, der Vorsitzende der LOTTO Rheinland-Pfalz – Stiftung. Hierzu zählen sexueller Missbrauch, psychische und physische Gewalt, Mobbing, Suchtgefahren, digitale Abhängigkeit und vieles mehr.

Kinder erfahren im Alltag immer wieder Formen von Gewalt: im Kindergarten, in der Schule, in der Freizeit. Dazu zählt neben körperlicher Gewalt auch Mobbing. Es ist sehr wichtig, dass Heranwachsende früh lernen, mit Gewalt umzugehen, Konflikte richtig einzuschätzen und zu deeskalieren. Das stärkt das Selbstbewusstsein und lehrt Zivilcourage, Toleranz und Respekt.

Auch der Umgang mit digitalen Medien muss gelernt sein, um sich vor unzähligen Gefahren schützen zu können. Gerade durch die fortschreitende Technik und Digitalisierung sind oftmals sogar die Eltern unsicher im Umgang mit neuen Medien. Daher ist Präventionsarbeit für Kinder unerlässlich.

Wer Kinder schützen will, muss sie stark machen und ihnen helfen, sich klar zu äußern. Lotto Rheinland- Pfalz und seine Stiftung unterstützen daher Präventionsprojekte im ganzen Land.

Prävention widmet sich den Kindern, sie wendet sich aber auch an Eltern und Großeltern und setzt in Kindertagesstätten und Schulen an, bei Erzieher* Innen und Lehrer*Innen. Auch sie müssen informiert und sensibilisiert werden.

Wie wichtig Projekte gegen Gewalt und Missbrauch sind, zeigt ein Blick in die Kriminalitätsstatistik: Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz 2.000 Kinder Opfer von Körperverletzung und mehr als 700 Kinder sexuell missbraucht. Und das sind nur die Fälle, die der Polizei gemeldet wurden.

Ein herausragendes Projekt zur Gewaltprävention bringt der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. gemeinsam mit dem Ortsverband Koblenz ein: Landesweit werden an Schulen wiederkehrende Fortbildungen für Lehrer*Innen veranstaltet mit dem Schwerpunkt „sexualisierte Gewalt“. Dazu gibt es Elternabende, Hilfen für den täglichen Unterricht und Theateraufführungen in Schulklassen, um Abwehrstrategien und Hilfsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die Kinder sollen sich zu selbstbewussten Menschen entwickeln und lernen, Grenzverletzungen zu erkennen und darüber sprechen zu können.

„Die Verantwortung für den Schutz der Kinder liegt immer bei den Erwachsenen, sowohl in der Familie als auch in der Kita oder in der Schule. Hier wollen wir ansetzen und langfristig aktiv sein“, sagt Magnus Schneider: „Wir wollen die Kinder stärken, damit sie sich zu wehren wissen und in der Lage sind, ihre Not zu schildern.“