Kinderschutzbund Koblenz veröffentlicht Jahresbericht

153 Kinder mit ihren Familien suchten Rat und Hilfe

Die Arbeit des Fachdienstes unter dem Dach des KSB konnte mit Telefonberatungen, online Beratungen und vielen Außenterminen gut fortgesetzt werden. Es wurde deutlich, wie wichtig Schulen und Kitas als Anlaufstellen für Kinder in schwierigen Situationen sind.

Doch nicht nur Corona erschwerte die Kinderschutzarbeit 2020, sondern besonders der Schock über die Anklage gegen einen ehemaligen Mitarbeiter wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischer Materialien traf den Verein ins Mark. Dieses Erlebnis machte in besonderer Weise betroffen, da es das Vereinsziel und Auftrag ist, Kinder vor jeglicher Form der Gewalt zu schützen und ihnen bei der Stabilisierung und Aufarbeitung zu helfen. Deshalb bleibt die Präventionsarbeit ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Das Präventionsprojekt gegen sexualisierte Gewalt konnte eingeschränkt an Grundschulen und Kitas stattfinden. Als neue Mitarbeiterinnen konnten wir Ingeborg Gauer (Dipl. Sozialpädagogin) für den KinderschutzDienst und Steffi Knott für den Verein gewinnen.

Am Anfang des Jahres wurden in Kooperation mit Ulf Störmer alias „Der Lesemann und seine Freunde“ die Idee entwickelt, Kindern im Lockdown mit einem Buch eine Freude zu bereiten. Mit Hilfe von vielen Spenden konnten an 5 Grundschulen über 130 Bücher verschenkt werden. Der Hort „Netz für Kinder“ hatte im Lockdown als Notbetreuung geöffnet, insgesamt waren über das Jahr 20 Kinder angemeldet. Viel Freude bereiteten die Ferienprogramme und die Wichtelaktion in Zusammenarbeit mit der Tafel Koblenz im Advent: über 1.000 Kinder und Eltern erhielten Einkaufsgutscheine, Basteltüten und Freikarten für Freizeitangebote. Mit Hilfe großartiger Spendenbereitschaft konnten diese Aktionen und viele Einzelfallhilfen (techn. Schulausstattung, Schulmaterial, Nachhilfe, Kleidung) realisiert werden. Dieses Jahr feiert der Verein 50 Jahre Kinderschutzarbeit in Koblenz.

von links:

Anke Jorzig, Ingeborg Gauer, Steffi Knott,

Anja Waffenschmidt, Gitta Litz

es fehlt: Annette Richert